Heimatverein Rieste e.V.
 
 

 


 „Ümmeklären“ und „Minjoahr“

Beim „Ümmeklären“ verkleiden sich Kinder, Jugendliche oder Erwachsene bis zu Unkenntlichkeit und ziehen am Silvesterabend von Haus zu Haus. Als seltsame Gestalten klingeln sie an den Haustüren und dürfen sich auf keinen Fall zu erkennen geben. Durch Fragen und Scherze wird versucht festzustellen, wer die „Ümmeklärer“ sind. Je nach geschätztem Alter gibt es dann Süßigkeiten oder auch schon mal was flüssiges. Dann ziehen die „Ümmeklärer“ wortlos weiter und hinterlassen oft fragende Hausbewohner. Einen Tag später an Neujahr gehen gleiche Personen unverkleidet ihre Runde durch die Gemeinde Rieste. Erneut klingeln sie an den Haustüren und wünschen den Bewohnern ein „Minjoahr“. Dabei heißt es aber schnell zu sein, denn wer zuerst „Minjoahr“ sagt bekommt eine Süßigkeit, oft verbunden mit einer Mandarine oder Orange. Manchmal wird dann auch das Geheimnis vom Vortag aufgelöst. „Minjoahr“ ist eine Ableitung von Minne (Liebe) und man wünscht sich entsprechend ein liebes oder liebevolles Jahr.

„Minjoahr“ ist eine Ableitung von Minne und auch vom Minnegesang. Die Entwicklungsphase war in der Zeit von 1150 bis 1300 und hat nach 1350 kaum noch eine Rolle gespielt. Die Tradition „Minjoahr“ stammt vermutlich aus der Gründerzeit des Johanniterordens in Rieste und ist somit eine über 700 Jahre alte Tradition in der Gemeinde Rieste.



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